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Andreas Maron
Konzepte & Training
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Chancen der Krise Verpassen Sie keine Krise Fokus Unternehmen | von Andreas Maron | 15. März 2016 "Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen“. Diese Zitat über die Vorhersage von zukünftigen Ereignissen und Zuständen wird mehreren Personen zugesprochen, u. a. Mark Twain.
Insbesondere Voraussagen zu aufkommenden Krisen verunsichern die Menschen regelmäßig. Dabei ist die Krise durchaus ein produktiver Zustand, der man nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen muss, wusste schon Max Frisch. Und jeder, der schon einmal eine Krise durchlaufen hat, ob nun im Privatleben, im Job oder als gesamtes Unternehmen, wird festgestellt haben, dass es auch eine gesunde Zeit ist, die Denkanstöße zu Neuem er- zwingt. So gewinnen Zukunftsforscher, wie Matthias Horx, der Krise ebenfalls etwas Positives ab. Krisen sind dazu da, Systeme in Balance zu bringen. So bleiben sie vital. "Man sollte keine Krise versäumen“, so Horx. Denn Systeme können morsch werden. Kann man in die Zukunft schauen? Zukunftsforscher versuchen, weiter zu schauen als andere. Dazu werden Systeme und Daten sortiert und erkannt. Insbesondere Megatrends werden unter- sucht, denn Megatrends haben eine besondere Eigenschaft: sie stören Systeme. Das ist gut, weil es zu Innovation führt, denn aus einem Trend ent- wickelt sich ein Gegentrend. Der vegane Trend bspw. verschafft der Zeitschrift "Beef“ hohe Auflagen. Daraus wiederum können sich zukünftige Entwick- lungen ablesen lassen: immer mehr Menschen werden zu "Flexitariern“. Sie essen weniger, aber besseres Fleisch. Wenn wir doch alles wüssten... Doch wollen wir wirklich immer alles wissen, was in der Zukunft auf uns zu kommt? Verlieren wir nicht das Interesse, wenn sowieso schon alles klar ist? Der Deutsche Fußballmeister steht bereits am 30sten von 34 Spieltagen fest, der Wetterbericht sagt Dauer- regen voraus und durch einen Ausgabenstopp im Betrieb ist an eine Gehaltserhöhung in nächster Zeit auch nicht zu denken. Oft wollen wir nicht die Wahrheit wissen, sondern nur in unserem Glauben über die Zukunft bestätigt werden. Wir sammeln Informationen so, dass wir uns selbst bestätigen. "Wusste ich doch, wer mal wieder gewinnt“, "Ein schlechter Sommer ist ja schon im Frühjahr vorausgesagt worden“, "An mir ist doch immer jede Gehaltserhöhung vorbeigegangen“. Wahrnehmung gegen den Trend Zudem gilt auch: Vorhersagen sind rekursiv, also zurückgehend. D. h., wenn wir die Zukunft kennen, leben wir anders - bei guten Aussichten dann eher positiv und sorgloser. Und darin liegt eine große Gefahr. Um die Zukunft zu sehen, muss man den eigenen Glauben auch bezweifeln können, sprich: Wahrnehmung gegen Trend. Das gilt insbesondere für Unternehmen und Firmen. Verantwortliches Handeln heißt dabei, in den vermeintlich guten Zeiten einmal sprichwörtlich in die Glaskugel zu schauen. Zwar weiß niemand exakt, was kommen wird, aber Unternehmen können sich darauf einstellen. Krisen-Masterplan Hier ein kleiner Masterplan zur Krisenprophylaxe: Offenheit und Agilität
  • Schaffung von dezentralen Strukturen (fluide Unternehmen)
  • Verteilung der unternehmerischen Verantwortung auf viele Schultern
Geschwindigkeit und Flexibilität
  • Führen mit Vertrauen
  • Transformationales Führen
Unternehmenskultur und Werte
  • Kultur vor Struktur
  • Aufbau einer effektiven Meetingkultur
Das innerbetrieble Barometer nutzen Als weitere Maßnahme und wertschätzendes Instru- ment ist die Mitarbeiterbefragung heute wesentlicher Bestandteil moderner Personal- und Organisations- entwicklungsprozesse. Das innerbetriebliche "Barometer" misst sowohl die Arbeitszufriedenheit als auch die Motivation der Beschäftigten und trägt mit dazu bei, Potenziale aufzudecken. Sie liefert wertvolle Anregungen der Beschäftigten für Veränderungsprozesse. Die regelmäßige Wieder- holung der Befragung ermöglicht darüber hinaus eine langfristige Bewertung von Personal- oder anderen Maßnahmen. Die Ergebnisse daraus können z. B. die Gesamt- zufriedenheit aller Mitarbeiter widerspiegeln, Aus- kunft über die Zufriedenheit in den jeweiligen Bereichen geben (z. B. über Führung), aber auch Unterschiede zeigen, bspw. nach Abteilungen oder Standorten. Darauf kann das Unternehmen dann entsprechend reagieren. Veränderungstrends gibts immer - auch jetzt Auch wenn Krisen etwas Positives abzugewinnen ist und als Sprungbrett für Innovationen und Vitali- sierung von Unternehmen zu betrachten sind, so versuchen wir doch, sie weitestgehend zu vermeiden. Und dennoch gibt es bereits jetzt Veränderungs- trends, denen wir uns nur schwer entziehen können. "In der nächsten Erneuerungsphase, das zeichnet sich bereits ab, stehen der Mensch, die Gesundheit und die Kultur im Zentrum", so Zukunftsforscher Horx - nicht gerade die schlechteste Entwicklung, wie ich finde. Mögen das alle auch so erkennen und nicht rück- wärtsgewandt sein. Wer nämlich nach hinten schaut verpasst, was vorne geschieht. "Denn was die Zukunft betrifft, so ist deine Aufgabe nicht, sie vorauszusehen, sondern sie zu ermöglichen" (Antoine de Saint-Exupéry). Sie möchten Instrumente der Krisenprohylaxe kennenlernen? Konzepte & Training bietet Ihnen hierfür Lösungen an. Informieren Sie sich hier.
Launologischer Berater Lernarchitekt | Individualcoach
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